BredowCast 030 – Nicht noch ein Buch zu Social Media

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Die zweite und überarbeitete Auflage „Social Media“ von Dr. Jan-Hinrik Schmidt ist Anfang Oktober beim Springer Fachmedien Verlag erschienen. In diesem BredowCast spricht er mit Daniela Friedrich über neue Inhalte und die Herausforderung transferorientierter Wissenschaftskommunikation.

Das Buch ist kein Ratgeber, sondern ein wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwerk für alle, die wirklich verstehen wollen, wie digitale soziale Medien funktionieren und genutzt werden.

Was machen Menschen mit den Medien? Was machen Medien mit den Menschen? Diese zwei elementaren Fragen der Kommunikationswissenschaft beantwortet Jan-Hinrik Schmidt in seiner Neuauflage des Buchs Social Media. Anhand aktueller Beispiele erklärt er die Funktionsweise sozialer Medien und ihre Folgen, etwa in Bezug auf Privatsphäre, Meinungsbildung oder den Austausch von Wissen. Die aktualisierte Neuauflage ist in der Reihe „Medienwissen Kompakt“ erscheint und richtet sich explizit an ein nicht-wissenschaftliches Publikum.

Weitere Inhalte zur Neuauflage:

Jan-Hinrik Schmidt liest in seinem Buch "Social Media"

Jan-Hinrik Schmidt liest in seinem Buch “Social Media”

BredowCast 029 – Algorithmisierte Öffentlichkeiten

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Welche Rolle spielen Algorithmen für die Herstellung von Öffentlichkeit? Dieser Frage gehen Dr. Cornelius Puschmann und Atilla-Filipe Cevik im PostDoc-Kolleg „Algorithmed Public Spheres“ und in diesem BredowCast nach.

Das PostDoc Kolleg „Algorithmed Public Spheres“ fördert Forschungsnachwuchs, der sich mit digitalen Themen auseinandersetzt. Dabei liegt der Fokus in diesem Kolleg auf der Bedeutung von Algorithmen für die Herstellung von Öffentlichkeit.
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf Postdoc-Ebene aus dem In- und Ausland arbeiten zu aktuellen Themen- und Problemstellungen zusammen. In Ergänzung zu den Forschungsprogrammen am Hans-Bredow-Institut soll das Kolleg so innovative Impulse setzen und Anstöße für künftige Programme geben.

In diesem BredowCast geht es mit Beispielen aus der Praxis um die Bedeutung und Wirkung von Algorithmen, die Existenz und Problematik von Filterblasen und um den Unterschied von Vielfalt und Fragmentierung. Dr. Cornelius Puschmann und Atilla-Filipe Cevik erklären zudem mit Hilfe von Beispielen aus der Forschungspraxis, wie sie sich diesen Themen wissenschaftlich nähern.

Büro des PostDoc Kollegs "Algorithmed Public Spheres"

BredowCast 028 – Staatliche Kommunikation heute

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Staatliche Akteure kommunizieren heute auch über soziale Medien mit den Bürgern. Dabei geht es nicht immer sachlich zu. Mit Tobias Mast spricht Daniela Friedrich über Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Kommunikation und diskutiert Tweets der Polizei.

Nur “LaLaLand”, “20mg Fakten akut” und “Zurück in die Zukunft” mit Foodporn und in Trendsprache. Vor allem die Polizei deutscher Großstädte sucht den Dialog mit den Bürgern über soziale Medien wie Twitter und verwendet dabei eine andere Sprache und einen anderen Kommunikationsstil, der nicht mehr an Amtsdeutsch erinnert. Oft sind die Beiträge – gemessen an den Reaktionen – erfolgreich und sorgen sogar in klassischen Medien für Aufsehen. Doch welche Grenzen hat die Kommunikation staatlicher Akteure, wie die der Polizei oder die von Behörden und Politikern? Im BredowCast spricht Daniela Friedrich mit Tobias Mast, der sich in seiner Dissertation mit staatlicher Kommunikation via Social Media auseinandersetzt.

Wer zählt eigentlich zum Staat? Welchen rechtlichen Vorgaben unterliegt staatliche Kommunikation? Genießt der Staat Meinungsfreiheit? Und wie bewertet Tobias Mast ausgewählte Tweets Deutscher Polizeistellen?






BredowCast 027 – Datenjournalismus

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Mit welcher Begeisterung sich auch die studentischen Mitarbeiterinnen am Institut dem Thema Datenjournalismus widmen, lässt der 27. BredowCast erkennen, der sich mit dieser neuen Form von Journalismus beschäftigt.

Datengetriebener Journalismus ist auch in der Forschung zu einem Boom-Thema geworden. Seit 2013 untersuchen wir im Projekt des Hans-Bredow-Instituts „Wenn aus Daten Journalismus wird“ erstmals über einen längeren Zeitraum und über Ländergrenzen hinweg die Projekte, die für den Data Journalism Award nominiert wurden, also als „Gold-Standard“ des internationalen Datenjournalismus gelten. Was zeichnet diese Projekte aus? Die beiden studentischen Mitarbeiterinnen Anne Schmitz und Hannah Immler haben die nominierten Beiträge qualitativ untersucht und geben in diesem BredowCast einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und die untersuchten Projekte.

Im Podcast erwähnte Projekte:

 

BredowCast – 026 – Personal Branding im Journalismus II

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Wie werden Journalisten zu Marken? Im zweiten BredowCast mit Julius Reimer zu seinem Promotionsprojekt “Personal Branding im Journalismus” spricht er über seine neuesten Erkenntnisse.

Julius Reimer erforscht in seiner Promotion die Dimensionen von Journalistenmarken. Nicht nur Alpha-Journalist und Edelfeder kamen dabei zum Vorschein. Soziale Medien und neue digitale Plattformen spielen heute eine große Rolle für das Markenimage. Auch die Bedeutung von Kontaktnetzwerken, Spezialisierung und persönlichen Eigenschaften hat Julius Reimer in seiner Analyse erfasst. Dieser BredowCast öffnet einen Einblick in den Promotionsprozess und eine Vorschau auf die Ergebnisse seiner Dissertation.

Der erste BredowCast (Folge #10) zu Personal Branding im Journalismus ist hier zu hören.

BredowCast – 025 – Flucht und Vertreibung im Rundfunk

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Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart?

Um Antworten auf diese Fragen zu liefern und Diskussionen anzuregen, gibt das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung des Deutschen Rundfunkarchivs und der Historischen Kommission der ARD eine CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“ heraus. Verantwortliche Projektbearbeiter sind Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte, und Alina Laura Tiews, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Mediengeschichte.

Die CD enthält 21 Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks der Jahre 1946 bis 1960, die die Ankunft, die Herkunft und die Erlebnisse deutscher Flüchtlinge und Vertriebener behandelten. Die Aufnahmen sind in den Schallarchiven der ARD-Sendeanstalten und im Deutschen Rundfunkarchiv überliefert. Wir stellen sie auf der CD zusammen, um Aufklärung zu leisten über die historische Situation der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im geteilten Deutschland nach 1945 und um Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart aufzuwerfen.

Die CD richtet sich an alle, die sich über die Geschichte der Vertriebenenintegration in Deutschland nach 1945 informieren und weiterbilden möchten und an alle, die über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland heute und vor 70 Jahren nachdenken möchten. Die CD kann speziell die historische Wissensvermittlung an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen unterstützen und möchte zur Diskussion anregen. Auch soll sie Journalistinnen und Journalisten Materialien an die Hand geben, um aktuelle und historische Aspekte zur Flüchtlingsaufnahme in Deutschland mit einem neuen Hintergrundwissen kommentieren zu können. Schließlich soll die CD, die bisher unveröffentlichtes Quellematerial kuratiert und wissenschaftlich kommentiert, neue zeit- und medienhistorische Forschungen anstoßen.

Die CD wird im Frühjahr 2017 erscheinen und den Titel “Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960” tragen. Sie wird gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags beim Hans-Bredow-Institut bestellt oder kann selbst dort abgeholt werden.

BredowCast – 024 – Meinungsbildung durch Facebook, Google & Co.?

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Beeinflussen Google, Facebook, YouTube oder WhatsApp die Meinungsbildung? Dr. Jan-Hinrik Schmidt und Lisa Merten erforschen seit März 2016 die Macht von Intermediären und erläutern im 24. BredowCast ihre aktuellen Ergebnisse.

Suchmaschinen, Instant-Messaging-Dienste, Netzwerk- und Multimediaplattformen sind wichtige digitale Informationsquellen. Sie fungieren als Intermediäre, weil sie ihren Nutzern Inhalte aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen erschließen, mit Hilfe von Algorithmen filtern und zu personalisierten Informationsangeboten bündeln. In einer qualitativen Studie für die Landesmedienanstalten wurde die Relevanz einzelner Medienangebote und digitaler Dienste für die Meinungsbildung untersucht.

Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Dr. Jan-Hinrik Schmidt und Lisa Merten untersuchten, welche Rolle Intermediäre im Prozess der Meinungsbildung haben. In welchen Stufen dieses Prozesses Intermediäre wie eingebunden sind, erläutern Dr. Jan-Hinrik Schmidt und Lisa Merten in dieser Folge des BredowCasts.

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BredowCast – 023 – AoIR Jahrestagung 2016

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Die AoIR 2016 “Internet Rules!” fand im Oktober 2016 in Berlin statt. In diesem Podcast sprechen Tagungsteilnehmer(innen) aus aller Welt und Programmdirektor Dr. Cornelius Puschmann über das Thema der Veranstaltung.

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Die Jahrestagung der Association of Internet Researchers, die vom 5.-8. Oktober 2016 vom Hans-Bredow-Institut und dem HIIG in Berlin an der Humboldt-Universität ausgerichtet wurde, lockte 580 Internetforscher aus aller Welt nach Deutschland. Unter dem Motto “Internet Rules!” fand die viertägige Veranstaltung erstmals in Deutschland statt. In Panels und Workshops wurde darüber diskutieren, wie Machtstrukturen und das Regelsetzen und -brechen im Netz funktionieren.

Programmdirektor der AoIR 2016 und Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut Dr. Cornelius Puschmann führt in diesem Podcast in die Welt der AoIR ein. Daniela Friedrich hat bereits vor Ort mit Teilnehmern gesprochen und gefragt: Was bedeutet “Internet Rules!” für Sie und Ihre Arbeit? Die englischsprachigen Antworten – ebenfalls in dieser Folge – bieten Cornelius Puschmann einen willkommenen Anlass, die Jahrestagung zu reflektieren.

BredowCast – 022 – Das SCAN-Projekt 2

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Die manuelle Sichtung von Publikumsrückmeldungen in den digitalen Medien ist zeitintensiv. Schnellere automatische Analyseverfahren sind meist auf wenige Features beschränkt und überwiegend auf quantifizierende Messungen angelegt. Die Möglichkeiten, Nutzerkommentare mit Hilfe von Algorithmen auch inhaltlich zu erfassen, stehen noch immer am Anfang.

Das Projekt SCAN (Systematische Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren für Journalisten) widmet sich diesem Problem und will ein Software-System entwickeln, das Journalisten bei der Analyse, dem Filtern und Zusammenfassen von nutzergenerierten Inhalten unterstützt.

Dr. Wiebke Loosen und Lisa Merten vom Hans-Bredow-Institut arbeiten hierfür mit Prof. Dr. Walid Maalej und seinem Team von der Informatik der Universität Hamburg gemeinsam an einer Lösung und erproben gleichzeitig eine neue Form interdisziplinärer Kooperation.

Prof. Dr. Walid Maalej und Marlo Häring erzählen im 22. BredowCast davon, wo das Projekt steht, was Algorithmen können und welche Herausforderungen die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Informatik und Kommunikationswissenschaft mit sich gebracht hat.

Marlo Häring und Prof. Dr. Walid Maalej (von links)

Marlo Häring und Prof. Dr. Walid Maalej (von links)

Kicker im Pausenraum der Informatik an der Universität Hamburg

Kicker im Pausenraum der Informatik an der Universität Hamburg

Besprechungsraum der Informatik der Universität Hamburg

Besprechungsraum der Informatik der Universität Hamburg

BredowCast – 021 – Mediensozialisation

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Im 21. BredowCast spricht Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, Professorin an der Universität Salzburg und derzeit Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut, mit Daniela  Friedrich und gibt Einblick in elf Jahre ihrer Langzeitstudie zur Rolle von Medien in der Sozialisation von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Das Herzstück der Mediensozialisationsstudie von Ingrid Paus-Hasebrink ist eine qualitative Studie, die von Theorie-, Sekundär- und Literaturanalysen gerahmt wird. Seit elf Jahren wurden 20 (später 18) Familien begleitet und alle zwei Jahre zu ihrer lebensweltlichen Situation und zum Umgang mit Medien befragt. Dabei zeigt sich deutlich, dass Sozialisation mediatisierte Sozialisation ist. Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist aber, dass mediale Angebote nicht direkt auf Kinder und Jugendliche einwirken. Die Studie zeigt vielmehr, dass Sozialisationsprozesse an die Lebenswelt eines Kindes in seiner Familie und ihre spezifische Lebensführung gebunden sind; die Familie bzw. Kernbeziehungsgruppe stellt die Basis für die Sozialisation eines Kindes dar: Wo und wie ein Kind aufwächst, welche spezifischen sozio-ökonomischen, aber auch welche sozio-emotionalen Ressourcen ihm in seiner Familie zur Verfügung stehen, spielt eine zentrale Rolle für den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Medien.

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