BRC034 Breitbart, Epoch Times & Co – Alternative Medien im Fokus

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In den vergangenen Jahren machten Medienmarken wie Breitbart, Epoch Times oder PI-News (Politically Incorrect) auf sich aufmerksam. BredowCast Gastgeberin Johanna Sebauer spricht mit Medienforscher Dr. Cornelius Puschmann über diese sogenannten Alternativen Medien.

Mit oft reißerischer Berichterstattung und polarisierenden Themen bieten sie eine angeblich alternative Sicht auf die Dinge und werden dafür von ihren Leserinnen und Lesern gefeiert. Was macht diese Medien aus? Warum sind sie gerade jetzt so populär? Ist es ein temporärer Boom oder sind sie gekommen, um zu bleiben? Im Gespräch mit Johanna Sebauer analysiert Dr. Cornelius Puschmann das Phänomen aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, erklärt sein Entstehen und gibt seine Einschätzungen über die Zukunft Alternativer Medien ab.

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BRC033 Fußball und Medien: Eine erfolgreiche Symbiose

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Die Fußballweltmeisterschaft ist ein Medienspektakel, das seinesgleichen sucht. Wie sich der Fußball in den Medien entwickelt hat und wie sich beide Sphären wechselseitige beeinflusst haben, darüber spricht die neue BredowCast-Gastgeberin Johanna Sebauer mit dem Medienhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner.

Für die einen ist die WM ein rauschendes, weltweites Fest. Für die anderen bloß ein absurdes Spektakel, von dem sie eigentlich gar nichts wissen wollen. Entziehen kann man sich diesem Event kaum. In dieser Episode spricht die neue BredowCast-Gastgeberin Johanna Sebauer mit dem Medienhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner und unternimmt eine Reise durch die fußballerische Mediengeschichte. Angefangen von den ersten experimentierenden  Radio- und Fernsehübertragungen bis hin zum hochprofessionellen Medienzirkus, der der Fußball heute ist. Dabei geht es um die Entwicklung des Fußballs in den Medien und um die wechselseitige Beeinflussung beider Sphären.

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Torschreie
Das Wunder von Bern
Das Wunder von Córdoba

Literatur 
Meyen, M. (2014): Die Medialisierung des deutschen Spitzenfußballs
Lederer, D. & Wagner, H.-U. (Hrsg.) (2011): Sport und Medien. Eine deutsch-deutsche Geschichte

 

BRC032 Das NetzDG und seine Geschwister: Über Wollen, Können und Bessermachen

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Das NetzDG ist seit Januar in Kraft, zeitgleich hat der französische Präsident Emmanuel Macron ein ähnliches Gesetz angekündigt. Ist eines der zwei Gesetze eine richtig gute Lösung? Stephan Dreyer und Amélie Heldt erklären in dieser Folge, worauf es ankommt.

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) soll vor allem Hate-Speech schnell aus sozialen Netzwerken verbannen. Der Gesetzesvorschlag der Franzosen soll gegen Fake-News im Wahlkampf zum Einsatz kommen. Doch beide Texte stellen keine neue Gesetzeslage her, sondern sollen die Umsetzung bestehenden Rechts in Social Networks verbessern. Was bringen die Gesetze konkret für die Rechtsdurchsetzung, die Nutzer und die Betreiber sozialer Netzwerke?
Die Rechtswissenschaftlerin Amélie Heldt hat für die Seite juwiss.de einen Blogbeitrag zu dem französischen Vorschlag geschrieben und erläutert im BredowCast zusammen mit Stephan Dreyer, was die Ankündigung in Frankreich bedeuten kann, welche Möglichkeiten die Gesetze bieten oder auch nicht bieten und wie ein richtig gutes Netzwerkdurchsetzungsgesetz aussehen könnte.
Außerdem: Unsere Gastgeberin Daniela Friedrich verlässt nach über vier Jahren das Hans-Bredow-Institut und damit pausiert auch der BredowCast, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden ist. Wir suchen zum 15. Mai 2018 eine/n Redakteur/in Öffentlichkeitsarbeit/Social Media in Teilzeit 50 % (Entgeltgruppe 12 TV-L) und freuen uns auf interessante Bewerbungen.

BRC031 Ist der öffentlich-rechtlicher Rundfunk unnötig oder wichtiger denn je?

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Was sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk leisten? Ist das Modell überholt oder ist der Auftrag, der dahinter steht, gerade jetzt besonders wichtig? In diesem BredowCast macht Prof. Dr. Wolfgang Schulz Vorschläge zur aktuellen Debatte.

Demnächst wird die Anpassung der Rundfunkbeiträge neu verhandelt. Grund genug, dass auf Länderebene aktuell eine lebhafte Debatte über die Finanzierung sowie die Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geführt wird. Wieso ist der öffentliche Rundfunk beitragsfinanziert und föderal aufgebaut? Wofür brauchen wir angesichts vieler privater Rundfunkanbieter noch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Was spricht für dieses Modell, was dagegen? Und wie kann ein moderner öffentlich-rechtlicher Rundfunk aussehen? In diesem BredowCast spricht Prof. Dr. Wolfgang Schulz über wichtige Funktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und das Verhältnis zu privaten Anbietern. Er macht Vorschläge, wie die gesamtgesellschaftliche Kommunikation und „strukturelle Diversifikation“ auch in Zukunft garantiert werden können.

BRC030 Nicht noch ein Buch zu Social Media

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Die zweite und überarbeitete Auflage „Social Media“ von Dr. Jan-Hinrik Schmidt ist Anfang Oktober beim Springer Fachmedien Verlag erschienen. In diesem BredowCast spricht er mit Daniela Friedrich über neue Inhalte und die Herausforderung transferorientierter Wissenschaftskommunikation.

Das Buch ist kein Ratgeber, sondern ein wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwerk für alle, die wirklich verstehen wollen, wie digitale soziale Medien funktionieren und genutzt werden.

Was machen Menschen mit den Medien? Was machen Medien mit den Menschen? Diese zwei elementaren Fragen der Kommunikationswissenschaft beantwortet Jan-Hinrik Schmidt in seiner Neuauflage des Buchs Social Media. Anhand aktueller Beispiele erklärt er die Funktionsweise sozialer Medien und ihre Folgen, etwa in Bezug auf Privatsphäre, Meinungsbildung oder den Austausch von Wissen. Die aktualisierte Neuauflage ist in der Reihe „Medienwissen Kompakt“ erscheint und richtet sich explizit an ein nicht-wissenschaftliches Publikum.

Weitere Inhalte zur Neuauflage:

Jan-Hinrik Schmidt liest in seinem Buch "Social Media"

Jan-Hinrik Schmidt liest in seinem Buch “Social Media”

BRC029 Algorithmisierte Öffentlichkeiten

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Welche Rolle spielen Algorithmen für die Herstellung von Öffentlichkeit? Dieser Frage gehen Dr. Cornelius Puschmann und Atilla-Filipe Cevik im PostDoc-Kolleg „Algorithmed Public Spheres“ und in diesem BredowCast nach.

Das PostDoc Kolleg „Algorithmed Public Spheres“ fördert Forschungsnachwuchs, der sich mit digitalen Themen auseinandersetzt. Dabei liegt der Fokus in diesem Kolleg auf der Bedeutung von Algorithmen für die Herstellung von Öffentlichkeit.
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf Postdoc-Ebene aus dem In- und Ausland arbeiten zu aktuellen Themen- und Problemstellungen zusammen. In Ergänzung zu den Forschungsprogrammen am Hans-Bredow-Institut soll das Kolleg so innovative Impulse setzen und Anstöße für künftige Programme geben.

In diesem BredowCast geht es mit Beispielen aus der Praxis um die Bedeutung und Wirkung von Algorithmen, die Existenz und Problematik von Filterblasen und um den Unterschied von Vielfalt und Fragmentierung. Dr. Cornelius Puschmann und Atilla-Filipe Cevik erklären zudem mit Hilfe von Beispielen aus der Forschungspraxis, wie sie sich diesen Themen wissenschaftlich nähern.

Büro des PostDoc Kollegs "Algorithmed Public Spheres"

BRC028 Staatliche Kommunikation heute

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Staatliche Akteure kommunizieren heute auch über soziale Medien mit den Bürgern. Dabei geht es nicht immer sachlich zu. Mit Tobias Mast spricht Daniela Friedrich über Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Kommunikation und diskutiert Tweets der Polizei.

Nur “LaLaLand”, “20mg Fakten akut” und “Zurück in die Zukunft” mit Foodporn und in Trendsprache. Vor allem die Polizei deutscher Großstädte sucht den Dialog mit den Bürgern über soziale Medien wie Twitter und verwendet dabei eine andere Sprache und einen anderen Kommunikationsstil, der nicht mehr an Amtsdeutsch erinnert. Oft sind die Beiträge – gemessen an den Reaktionen – erfolgreich und sorgen sogar in klassischen Medien für Aufsehen. Doch welche Grenzen hat die Kommunikation staatlicher Akteure, wie die der Polizei oder die von Behörden und Politikern? Im BredowCast spricht Daniela Friedrich mit Tobias Mast, der sich in seiner Dissertation mit staatlicher Kommunikation via Social Media auseinandersetzt.

Wer zählt eigentlich zum Staat? Welchen rechtlichen Vorgaben unterliegt staatliche Kommunikation? Genießt der Staat Meinungsfreiheit? Und wie bewertet Tobias Mast ausgewählte Tweets Deutscher Polizeistellen?






BRC027 Datenjournalismus

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Mit welcher Begeisterung sich auch die studentischen Mitarbeiterinnen am Institut dem Thema Datenjournalismus widmen, lässt der 27. BredowCast erkennen, der sich mit dieser neuen Form von Journalismus beschäftigt.

Datengetriebener Journalismus ist auch in der Forschung zu einem Boom-Thema geworden. Seit 2013 untersuchen wir im Projekt des Hans-Bredow-Instituts „Wenn aus Daten Journalismus wird“ erstmals über einen längeren Zeitraum und über Ländergrenzen hinweg die Projekte, die für den Data Journalism Award nominiert wurden, also als „Gold-Standard“ des internationalen Datenjournalismus gelten. Was zeichnet diese Projekte aus? Die beiden studentischen Mitarbeiterinnen Anne Schmitz und Hannah Immler haben die nominierten Beiträge qualitativ untersucht und geben in diesem BredowCast einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und die untersuchten Projekte.

Im Podcast erwähnte Projekte:

 

BRC026 Personal Branding im Journalismus II

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Wie werden Journalisten zu Marken? Im zweiten BredowCast mit Julius Reimer zu seinem Promotionsprojekt “Personal Branding im Journalismus” spricht er über seine neuesten Erkenntnisse.

Julius Reimer erforscht in seiner Promotion die Dimensionen von Journalistenmarken. Nicht nur Alpha-Journalist und Edelfeder kamen dabei zum Vorschein. Soziale Medien und neue digitale Plattformen spielen heute eine große Rolle für das Markenimage. Auch die Bedeutung von Kontaktnetzwerken, Spezialisierung und persönlichen Eigenschaften hat Julius Reimer in seiner Analyse erfasst. Dieser BredowCast öffnet einen Einblick in den Promotionsprozess und eine Vorschau auf die Ergebnisse seiner Dissertation.

Der erste BredowCast (Folge #10) zu Personal Branding im Journalismus ist hier zu hören.

BRC025 Flucht und Vertreibung im Rundfunk

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Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart?

Um Antworten auf diese Fragen zu liefern und Diskussionen anzuregen, gibt das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung des Deutschen Rundfunkarchivs und der Historischen Kommission der ARD eine CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“ heraus. Verantwortliche Projektbearbeiter sind Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte, und Alina Laura Tiews, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Mediengeschichte.

Die CD enthält 21 Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks der Jahre 1946 bis 1960, die die Ankunft, die Herkunft und die Erlebnisse deutscher Flüchtlinge und Vertriebener behandelten. Die Aufnahmen sind in den Schallarchiven der ARD-Sendeanstalten und im Deutschen Rundfunkarchiv überliefert. Wir stellen sie auf der CD zusammen, um Aufklärung zu leisten über die historische Situation der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im geteilten Deutschland nach 1945 und um Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart aufzuwerfen.

Die CD richtet sich an alle, die sich über die Geschichte der Vertriebenenintegration in Deutschland nach 1945 informieren und weiterbilden möchten und an alle, die über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland heute und vor 70 Jahren nachdenken möchten. Die CD kann speziell die historische Wissensvermittlung an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen unterstützen und möchte zur Diskussion anregen. Auch soll sie Journalistinnen und Journalisten Materialien an die Hand geben, um aktuelle und historische Aspekte zur Flüchtlingsaufnahme in Deutschland mit einem neuen Hintergrundwissen kommentieren zu können. Schließlich soll die CD, die bisher unveröffentlichtes Quellematerial kuratiert und wissenschaftlich kommentiert, neue zeit- und medienhistorische Forschungen anstoßen.

Die CD wird im Frühjahr 2017 erscheinen und den Titel “Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960” tragen. Sie wird gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags beim Hans-Bredow-Institut bestellt oder kann selbst dort abgeholt werden.